03.03.2021

Erste Hilfe für steife Nacken

Ob durch Zugluft oder falsches Liegen: Ein steifer Nacken ist höchst unangenehm. Hier gibt es Tipps, was bei akuten Beschwerden hilft.... [ mehr lesen ]

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03.03.2021

Erste Hilfe für steife Nacken

Ob durch Zugluft oder falsches Liegen: Ein steifer Nacken ist höchst unangenehm. Hier gibt es Tipps, was bei akuten Beschwerden hilft.

Nackensteife: Objektiv nicht nachvollziehbar?

Der steife Nacken wird gern mit Zugluft in Verbindung gebracht: Ein kaum bemerkbarer, konstanter Luftzug kühlt den Nacken aus und die Gefäße ziehen sich zusammen. Infolge dessen ist die Muskulatur nicht mehr gut durchblutet und in ihrer Funktion gestört, der Nacken versteift sich und schmerzt. So weit, so gut.

Doch offenbar sind die Zusammenhänge deutlich komplizierter, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Dabei wurden 20 Frauen mit und 18 ohne Nackenschmerzen zu subjektiv empfundenem Schmerz und Nackensteifigkeit befragt und die Muskelspannung gemessen. Anders als erwartet waren die Muskelschichten der Frauen mit Nackenschmerzen und -steifigkeit nicht etwa verspannter, sondern sogar weniger steif als bei den beschwerdefreien Frauen, berichtet Ute Repschläger vom Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK).

Warum die Patientinnen ihre Muskulatur als steif wahrnahmen, obwohl diese nicht messbar steif war, ist unklar. Womöglich sind die tiefen Muskelschichten gestört und benötigen mehr Energie, was zu einem Gefühl der Steifigkeit führen könnte.

Schnelle Hilfe tut Not

Ob objektiv messbar oder nicht — wer einen schmerzhaft steifen Nacken hat, will ihn loswerden. Dafür empfehlen die Physiotherapeut*innen Wärmeanwendungen sowie vorsichtiges Dehnen und Bewegen. Dabei ist es wichtig, nicht sofort nach dem Aufstehen damit loszulegen, sondern erst, wenn der Körper ein wenig in Bewegung gekommen ist. Bei leichten Beschwerden helfen folgende Übungen, die man aufrecht auf einem Stuhl oder Hocker sitzend langsam und bewusst durchführen sollte:

  1. Arm anwinkeln, Faust zur Schulter. Schulter nach unten ziehen, dann den Kopf um 45° nach rechts drehen und zum Boden schauen. Dehnung für mindestens 30 s halten. Wer möchte, kann die rechte Hand zum linken Ohr führen und den Kopf nach vorne und rechts unten ziehen und dadurch die Dehnung verstärken.
  2. Beide Hände an den Hinterkopf legen, Kinn in Richtung Brust senken und Doppelkinn machen. Rücken gerade lassen, Kopf Richtung Brust führen. 30 s anhalten.

Quelle: Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.

26.02.2021

Tipps gegen müde Bildschirmaugen

Morgens schnell die Nachrichten-App checken, dann 8 Stunden am PC arbeiten und nach Feierabend vor dem Fernseher mit der Lieblingsserie entspannen? Bei soviel Zeit am Bildschirm ist es kein Wunder, dass die Augen trocken und gereizt sind. Was gegen „Office Eyes“ hilft.... [ mehr lesen ]

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26.02.2021

Tipps gegen müde Bildschirmaugen

Morgens schnell die Nachrichten-App checken, dann 8 Stunden am PC arbeiten und nach Feierabend vor dem Fernseher mit der Lieblingsserie entspannen? Bei soviel Zeit am Bildschirm ist es kein Wunder, dass die Augen trocken und gereizt sind. Was gegen „Office Eyes“ hilft.

Blinzeln, Lüften und Entspannen

Die moderne Arbeits- und Lebenswelt setzt unseren Augen schwer zu. Doch wer weiß, was die Augen besonders belastet, kann gut gegensteuern.

1.    Öfters Blinzeln. Das gesunde Auge blinzelt circa 20-mal in der Minute. Dieser Automatismus gewährleistet, dass das Auge ständig mit Tränenflüssigkeit benetzt und so feucht gehalten wird. Gleichzeitig spült die Tränenflüssigkeit kleine Schmutzpartikel und Krankheitserreger von der Augenoberfläche fort. Bei der Arbeit am Bildschirm sinkt die Frequenz allerdings auf bis zu 5 Lidschläge pro Minute und der natürliche Schutz des Auges ist nicht mehr gewährleistet.
Das hilft: Immer wieder ganz bewusst blinzeln, um den Tränenfilm besser zu verteilen.

2.    Fenster auf. Trockene Heizungsluft, das Gebläse der Klimaanlage oder schädlicher Zigarettenrauch stressen angeschlagenen Augen zusätzlich. Gereizte, gerötete und müde Augen sind die Folge.
Das hilft: Immer wieder lüften, damit frische Luft zirkulieren kann. Die Fenster am besten für einige Minuten komplett öffnen.

3.    In die Ferne schweifen. Unsere Augen sind eigentlich nicht dafür gedacht, sich über einen langen Zeitraum auf ein Objekt in der Nähe zu fokussieren. Statt aber wie vorgesehen den Blick in die Ferne zu richten, starren die Meisten stundenlang auf den nahen Bildschirm. Die Folge sind müde, überanstrengte Augen.
Das hilft: Immer wieder in die Ferne blicken, damit die Augen entspannen können. Leicht zu merken ist die 20-20-20-Regel. Also alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein mindestens 20 Meter entferntes Objekt schauen.

Geeignete Sehhilfen tragen

Wer beim Arbeiten eine Sehhilfe benötigt, der sollte besonders gut auf seine Augen achten. Ist die Sehstärke schlecht gewählt, sind die Augen gestresst und die Lidschläge reduzieren sich zusätzlich. Zum Beispiel ist die Lesebrille in aller Regel nicht für die Bildschirmarbeit geeignet. Während diese nämlich auf das Lesen in circa 30 Zentimeter Entfernung eingestellt wird, sind die meisten Bildschirme mindestens 50 Zentimeter vom Auge entfernt. Auch Gleitsichtbrillen sind oft nicht optimal, weil der Kopf beim Lesen in den Nacken gelegt wird und sich die Halsmuskulatur verspannt. Meist hilft dann nur der Besuch bei der Optiker*in oder in der Augenarztpraxis, um eine passende Lösung wie zum Beispiel eine Zweiphasenbrille zu finden.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V.

25.02.2021

5 Tipps gegen Reflux

Refluxbeschwerden wie Sodbrennen und saures Aufstoßen lassen sich mit Medikamenten gut beherrschen. Doch in vielen Fällen es geht auch ohne Gel und Pillen. Und zwar mit einem gesunden Lebensstil.... [ mehr lesen ]

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25.02.2021

5 Tipps gegen Reflux

Refluxbeschwerden wie Sodbrennen und saures Aufstoßen lassen sich mit Medikamenten gut beherrschen. Doch in vielen Fällen es geht auch ohne Gel und Pillen. Und zwar mit einem gesunden Lebensstil.

Säure am falschen Ort

Magensäure am falschen Ort verursacht eine Reihe von Beschwerden: Gelangt sie beispielsweise in die Speiseröhre, kommt es oft zu saurem Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein und Sodbrennen. Manche Betroffenen leiden aber auch unter Zungenbrennen, Husten oder Atemstörungen; und langfristig drohen Schleimhautschäden bis hin zu Krebs in der Speiseröhre.

Gewichtsreduktion statt Säureblocker

Säureblocker oder säurehemmende Medikamente können das Zurückfließen (also den Reflux) von Säure in die Speiseröhre wirksam verhindern. Doch immer wieder wird betont, dass man Refluxbeschwerden auch mit Lebensstiländerungen gut in den Griff bekommt. Empfohlen werden vor allem diese 5 Tipps:

  • Normalgewicht halten oder erreichen, definiert als BMI zwischen 18,5 und 25,0
  • Nicht rauchen
  • Ausreichend bewegen, d.h. mindestens 30 Minuten pro Tag moderate bis starke körperliche Aktivität
  • Kaffee, Tee und Limo einschränken, d.h. Konsum von jeweils weniger als zwei Tassen davon täglich
  • Ausgewogen ernähren, u.a. mit wenig Zucker und wenig rotem Fleisch.

Übergewicht reduzieren bringt am meisten

Dass die Tipps helfen, zeigten nun amerikanische Forscher*innen anhand der Daten aus der Nurses Health Study.Über 9000 Frauen mit Refluxbeschwerden wurden darin bis zu 10 Jahre lang nachbeobachtet. Die Frauen, die sich an alle 5 Empfehlungen hielten, halbierten ihr Reflux-Risiko im Vergleich zu den übrigen Teilnehmerinnen. Bezogen auf die Bevölkerung ließen sich durch das konsequente Einhalten der Faktoren etwa 37% der Refluxfälle vermeiden, errechneten die Autor*innen.

Doch nicht nur im Fünfer-Pack, auch einzeln beeinflussten die Faktoren das Sodbrennen. Am wichtigsten war dabei das Übergewicht, am wenigsten relevant das Rauchen: So senkte ein Normalgewicht das Refluxrisiko um etwa 30%, das Nichtrauchen um 6%.

Effekte auch unter Säureblocker

In einer Subgruppenanalyse zeigte sich zudem, dass der gesunde Lebensstil auch unter einer Therapie mit säurehemmenden Medikamenten das Risiko für Refluxbeschwerden zusätzlich verringert. Lebensstiländerungen haben also eine große Bedeutung bei der Behandlung der Refluxerkrankung, folgert das Forscherteam, und zwar sowohl mit als auch ohne Säureblocker.

Quelle: SpringerMedizin

24.02.2021

Erkennen Kinder Gefühle trotz Maske?

Normalerweise spricht unser Gesicht Bände. Und schon kleine Kinder lernen, die Gefühle anderer Menschen aus ihrer Mimik abzulesen. Doch wie sieht das in Pandemie-Zeiten unter Mund-Nasen-Masken aus?... [ mehr lesen ]

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24.02.2021

Erkennen Kinder Gefühle trotz Maske?

Normalerweise spricht unser Gesicht Bände. Und schon kleine Kinder lernen, die Gefühle anderer Menschen aus ihrer Mimik abzulesen. Doch wie sieht das in Pandemie-Zeiten unter Mund-Nasen-Masken aus?

Sorge um emotionale Entwicklung

Corona macht es zwischenmenschlich nicht leichter. Die Kontakte sind reduziert, und wenn es doch zu einem Miteinander kommt, besteht meist Maskenpflicht. Auch Kinder müssen damit klarkommen, ständig mit Menschen zu interagieren, deren Gesichter teilweise bedeckt sind. Pädagogen und Psychologen fragen sich deshalb, ob die emotionale Entwicklung der Kleinen darunter leidet.

Näher untersucht haben das nun amerikanische Forscher*innen mit Hilfe von 80 Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren. Sie zeigten ihnen Fotos von traurigen, ängstlichen oder wütenden Gesichtern, teils ohne Maske, teils mit Mund-Nasen-Schutz und teils mit Sonnenbrille. Die Kinder sollten die Gefühle lesen und sie 6 vorgegebenen Emotionen zuordnen.

Besser als Raten

War das Gesicht frei, erkannten die Kinder in 66% der Fälle die Gefühle richtig. Mit dem Mund-Nasenschutz identifizierten sie 28% der traurigen Gesichter, 27% der wütenden und 18% der ängstlichen. Dabei zeigte sich auch, dass Emotionen in unterschiedlichen Bereichen des Gesichts abgelesen werden. So machten es Sonnenbrillen besonders schwer, Angst und Ärger zu erkennen. Das liegt vermutlich daran, dass für diese Gefühle die Mimik der Augen und Augenbrauen wichtig ist. Angst ließ sich auch unter Mund-Nasen-Masken schwer ablesen und wurde oft — wahrscheinlich weil der Mund nicht erkennbar war — mit Überraschung verwechselt.

Sorgen sind unbegründet

Erwartungsgemäß war es für die Kinder schwieriger, Emotionen von maskierten Gesichtern abzulesen. Doch es gelang ihnen immerhin so gut, dass ein Zufall ausgeschlossen werden konnte. Wenn Kinder Emotionen schon von einer Fotografie ablesen können, gelingt ihnen das im echten Leben noch besser, sind die Autor*innen überzeugt. Denn immerhin helfen dann auch noch Körperhaltung, Stimmlage und die gesamte Situation bei der Einschätzung.

„Kinder passen sich an die Informationen, die sie bekommen, gut an,“ beruhigt deshalb auch die Studienleiterin, „deshalb ist nicht anzunehmen, dass das Maskentragen die emotionale Entwicklung verzögert“.

Quellen: www.kinderärzte-im-netz.de, PLOS one